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TU Dort­mund baut 5G-For­schung weiter aus

Beim Mobilfunknetz 5G haben Wis­sen­schaft­ler­in­nen und Wissen­schaft­ler der Fakultät für Elektrotechnik und Infor­mations­technik wei­tere For­schungs­pro­jekte eingeworben. Der Bereich für Kommunikationsnetze setzte sich gleich mit zwei Projektvorhaben er­folg­reich im Förderwettbewerb 5G.NRW durch.

csm_5G-Crafter

Dabei geht es nicht um das Telefonieren oder die digitale Nutzung der 5G-Funktechnologie für jedermann. Themen für die TU-Forscherinnen und -Forscher sind vielmehr die für die Industrie interessanten lokalen 5G-Campusnetze im Frequenzbereich 3.700 bis 3.800 MHz. Campusnetz steht für ein lokal abgegrenztes Funknetz mit 5G-Technik. Dort können Firmen bei­spiels­weise besonders zuverlässig vollautomatisierte Pro­duk­tions­sys­te­me in ihren Fabriken steuern. Auf diesem Feld ist die TU Dort­mund er­folg­reich. Professor Christian Wietfeld sagt: „Wir freuen uns, über das Competence Center 5G.NRW hinaus nun die 5G-For­schung langfristig am Standort der TU Dort­mund ausbauen und sichern zu können. Mit der Rolle als Konsortialführer im Projektvorhaben Plan & Play und als Verbundpartner im Vorhaben 5Guarantee werden wir einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, den anforderungsgerechten Einsatz von 5G als Schlüsseltechnologie in in­dus­tri­el­len Campusnetzen zu beschleunigen.“

Events wie Rock am Ring als reale Erprobungsfelder

Beim Projekt Plan & Play hat die Arbeits­gruppe um Prof. Wietfeld bereits erfolgreiche Vorarbeiten geleistet. Sein Team hat einen Campusnetzplaner entwickelt, mit dem Firmen in wenigen intuitiven Schritten ermitteln können, welche Gebühren anfallen, wenn sie ein eigenes Campusnetz betreiben wollen. Ziel des weiter­führen­den Projekts Plan & Play ist es, potenziellen Anwendern zu helfen, wenn es um die Frage geht, welche Hard- und Software sie benötigen, um ein 5G-Netz­werk zu betreiben. Dazu wird der Campusnetzplaner zu einem vollwertigen, frei zugänglichen Netzplanungswerkzeug für 5G-Campusnetze ausgebaut. Die zum Einsatz kommenden Netz­pla­nungs­funk­tio­nen bauen auf aktuelle Algorithmen des Online-Lernens auf. Gemeinsam mit den Pro­jekt­part­nern Riedel Communications (Wuppertal) und Fraunhofer IML (Dort­mund) wird das Projekt in verschiedenen Anwendungsfeldern des Sport- und Eventbereichs – etwa der Formel 1 oder Rock am Ring – und zellularer Intralogistik erprobt und optimiert.

Kooperation mit Un­ter­neh­men aus NRW

Das zweite Projekt 5Guarantee zielt darauf ab, 5G-Campusnetze fortlaufend zu überwachen, damit bei­spiels­weise in einer Fabrik gewährleistet ist, dass die Produktion so automatisiert läuft wie geplant. Viele Un­ter­neh­men haben bereits in der Produktion ihre Maschinen miteinander vernetzt. Jetzt geht es darum, diese Strukturen zu nutzen und auszubauen. Diese anspruchsvollen Ziele des Projekts wird die TU Dort­mund mit ihrer 5G-Expertise gemeinsam mit einem Konsortium unter der Leitung des Beratungsunternehmens WIK-Consult umsetzen. Dabei arbeiten die Partner mit produzierenden Un­ter­neh­men aus NRW – etwa dem Haus­halts­ge­rä­te­her­stel­ler Miele und dem Produzenten elektrischer Verbindungstechnik und Elektronik Weidmüller aus Detmold – zusammen.

Eingebunden werden zudem in­no­va­ti­ve Start-ups beider IT-Si­cher­heit wie auch der funktionalen Si­cher­heit. Im Themenfeld der automatisierten Produktion sind ausgewiesene Ex­per­tin­nen und Experten der Ruhr-Uni­ver­si­tät Bochum mit an Bord. Darüber hinaus bietet das in 5Guarantee konzipierte System auch die Möglichkeit, den Kommunikationsverkehr der Produktionsanlagen abzubilden, der in Zukunft entstehen könnte. Damit werden dem Betreiber einer Fabrik mögliche Engstellen und Ausbaubedarfe frühzeitig aufgezeigt.

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Prof. Dr. Christian Wietfeld

Lehrstuhl für Kommunikationsnetze